KIRCHHOFF Gruppe zieht positive Bilanz des Geschäftsjahres 2015

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VIAJET 12 – Höchstleistung für Baustellen
12. April 2016

Aufgrund ihrer internationalen Aufstellung konnte die KIRCHHOFF Gruppe mit ihren vier Geschäftsbereichen Automotive, Ecotec, Mobility und WITTE Werkzeuge in diesem Jahr ein deutliches Wachstum aufweisen. Die Umsätze stiegen auf 1.825 Mio. Euro, Währungskurs bereinigt beträgt das Wachstum 6%. Zur Zeit beschäftigt die KIRCHHOFF Gruppe in 49 Werken in 17 Ländern rund 10.500 Mitarbeiter.

Auch 2015 ist KIRCHHOFF Automotive weiter gewachsen und hat seine Position in allen Geschäftsfeldern ausgebaut. Insgesamt wird der heimische Automobilzulieferer in diesem Jahr mit 8.250 Beschäftigen einen Umsatz von 1.350 Mio. Euro erreichen – das sind 12% mehr als im Vorjahr, Währungskurs bereinigt sind es 5% mehr.“

KIRCHHOFF Automotive verzeichnet in Europa ein Wachstum von ca. 8,3% und liegt damit über dem Wert für den PKW Absatz in Westeuropa von 7%. Im NAFTA-Raum konnten die Erlöse sogar zweistellig gesteigert werden, Währungskurs bereinigt rund 6%. Bis Ende des Jahres könnten in Nordamerika rund 17 Millionen Fahrzeuge verkauft werden. Damit wäre dann ein ähnlich hohes Niveau erreicht wie während der Jahrtausendwende. KIRCHHOFF Automotive liefert Teile sowohl für die zahlreichen Anläufe der angestammten amerikanischen Kunden als auch für Fahrzeuge der deutschen Kunden, die zunehmend in Mexico für den nordamerikanischen Markt produzieren.

Aber auch der deutsche Markt hat sich erstaunlich erholt. Im Oktober wurden in Deutschland fast 280.000 Pkw neu zugelassen. Das ist das höchste Oktober-Volumen seit Beginn des Jahrzehnts. Seit Jahresbeginn stiegen die Neuzulassungen um 5% auf knapp 2,7 Mio. Einheiten. Dabei ist besonders erfreulich, dass trotz der Krise um Manipulationen bei VW der Absatz von Dieselfahrzeugen im Oktober stärker gestiegen ist als der Gesamtmarkt. Hier bleibt zu hoffen, dass die deutsche Automobilindustrie als auch der Industriestandort Deutschland keinen nachhaltigen Imageschaden erleiden werden.

Für diese positive Unternehmensentwicklung wurden ca. 82 Millionen Euro weltweit investiert. Das Unternehmen vergrößerte seine Kapazitäten insbesondere in den stark wachsenden Regionen der Weltwirtschaft: Nordamerika und China. In den USA wurde ein neues Werk in Lansing, Michigan eröffnet, in dem Teile für den Chevrolet Camaro produziert werden. KIRCHHOFF Van-Rob in Manchester hat seinen ersten Auftrag zur Produktion von Armaturentafelträgern für Nissan Nordamerika erhalten. In China wird das vor einem Jahr eröffnete Werk in Shenyang erweitert und zukünftig Baugruppen für BMW produzieren. Auf dem größten Automobilmarkt der Welt steigt die Nachfrage nach Leichtbaulösungen aus Aluminium für Karosserieteile. Davon profitieren die KIRCHHOFF Automotive Werke in China, die sich auf diese Technologie immer weiter spezialisieren konnten.

Aber auch in den europäischen Werken in Attendorn und Iserlohn sowie in Polen, Spanien und Portugal wurde kräftig investiert um aktuelle und künftige Neuanläufe bewältigen zu können. So erweitern im polnischen Werk in Gliwice Laserschweißen und Aluminium-MIG-Schweißen die Kernkompetenzen. Ein neues Werk in Gniezno, Polen befindet sich gerade im Bau. Hier werden zukünftig komplexe Schweißzusammenbauten für den neuen VW Crafter gefertigt. In Iserlohn ist ein Neubau mit einer Produktionsfläche von 2.600 m² für Laseranlagen, Bereitstellungs- und Versandlagerflächen entstanden. Bauteile für Neuanläufe der Daimler E- und GLK-Klasse werden hier gelasert und Produkte für VW Touran/Tiguan Projekte gelagert. An der 1200to Warmumform-Presse packt eine neu entwickelte Abstapelanlage bis zu 200°C heiße pressgehärtete Teile automatisiert ab. Am Standort Attendorn wurde zur Produktion des Fersenblechs für den neuen VW Touran eine hochmoderne Schweißanlage mit vollautomatisierter Entnahme der Fertigteile aufgebaut. Die Anlage ist auch für Fersenteile zukünftiger Fahrzeugmodelle konzipiert und ausgelegt. Eine neue 900 m2 große Halle bietet zusätzliche Logistikfläche für Produkte wie den lasergeschweißten Armaturentafelträger für den Ford Mondeo oder pressgehärtete Schweller für den VW Touran.

„Zahlreiche neue Aufträge und Entwicklungsprojekte sowohl für Premium- als auch für Volumenhersteller belegen, dass im automobilen Leichtbau pressgehärtete Stahl-, als auch Aluminium-Werkstoffe weiter auf dem Vormarsch sind. Wir haben schon frühzeitig in die richtigen Technologien investiert und rechnen aufgrund der starken Binnennachfrage auch für 2016 mit einem Wachstum“, freut sich Arndt G. Kirchhoff.

KIRCHHOFF Ecotec ist mit den Produktlinien Abfallsammelfahrzeuge, Kehrmaschinen und Lifter Marktführer in Europa. Zu dem Unternehmen gehören die starken Marken FAUN, ZOELLER und seit August 2015 der türkische Aufbauhersteller HIDRO-MAK. Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile an HIDRO-MAK konnte die Marktposition entscheidend verstärkt werden. Die Marke HIDRO-MAK ergänzt das Produktportfolio und bleibt auch künftig als dritte, eigenständige Marke im Ecotec-Verbund bestehen. Vom Standort Türkei aus sollen vor allem die arabischen Länder und Südosteuropa beliefert werden.

Es ist insgesamt gelungen, in diesem Jahr die Umsätze um 5 % zu steigern. Der deutsche Markt für Abfallsammelfahrzeuge, Lifter-Systeme und Kehrmaschinen zeigt sich weiterhin stabil. Das umfassende Service-Netzwerk wurde weiter ausgebaut und ein neues, hochmodernes Servicecenter in Stuttgart/Gerlingen eröffnet. Ecotec betreibt mittlerweile zehn Kundencenter in Deutschland, 13 in Frankreich und zwölf in Großbritannien, um über ein flächendeckendes Service-Netzwerk die Kunden bestens bedienen zu können. Im Segment der Abfallsammelfahrzeuge wurde eine neue Seitenlader-Generation erfolgreich im Markt eingeführt. Mehrere Großaufträge konnten bereits platziert werden. Bei den Lifter-Systemen wurde der neue Lifter ROTARY III 2406 entwickelt. In der Schweiz ist die Markteinführung der FAUN-Kehrmaschinen über die Ecotec-Tochter Contena-Ochsner AG auf Anhieb gelungen. Die Aktivitäten im Kehrmaschinensektor in Nordamerika werden auch in 2016 weiter intensiviert. Die insgesamt unruhige geopolitische Lage veranlasste die Unternehmen der Ecotec, sich noch breiter aufzustellen und neue Marktpotentiale zu erschließen. So wurden beispielsweise auf dem australischen Kontinent die ersten Abfallsammelfahrzeuge ausgeliefert, Kehrmaschinen sollen im kommenden Jahr folgen.

FAUN, ZOELLER und HIDRO-MAK beschäftigen in vierzehn Werken in zehn Ländern 2.500 Mitarbeiter.

KIRCHHOFF Mobility wird im ablaufenden Jahr ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich erzielen. Mehr als 3.000 individuell angepasste Fahrzeuge für Aktiv- oder Passivfahrer verlassen pro Jahr die Betriebe des Geschäftsbereichs KIRCHHOFF Mobility. Ein immer enger werdendes, flächendeckendes Netz von Niederlassungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet dem Privatkunden leichte und schnelle Erreichbarkeit. Gleichzeitig ist KIRCHHOFF Mobility weitere Partnerschaften mit verschiedenen Fahrzeugherstellern eingegangen. 2015 verlieh VW Nutzfahrzeuge der zur KIRCHHOFF Mobility gehörenden Jelschen GmbH für ihre hochwertigen Umbauten die Auszeichnung „Premium Partner“. Diesen Status erhalten nur geprüfte Umbauhersteller, die den speziellen Anforderungen von Volkswagen gerecht werden. Als Premium Partner wird Jelschen künftig von VW Verkäufern für Umbaugeschäfte empfohlen. Auf dem Genfer Autosalon wird KIRCHHOFF Mobility vom 3. bis 13. März 2016 zeigen, wie auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen an der Mobilität der Zukunft teilhaben können und durch individuelle Fahrzeugumbauten wieder ein Stück Freiheit zurückgewinnen.

WITTE Werkzeuge konnte den Aufwärtstrend aus 2014 in diesem Jahr nicht fortsetzen. Die Nachfrage in einigen wichtigen Märkten, wie z.B. Russland ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Auch die Nachfrage in der EU ist unbefriedigend, trotzdem konnten erfreulicherweise in einigen Märkten Südeuropas die Verkaufserlöse wieder bis zu 20% gesteigert werden. Der Volatilität der Märkte wird das Unternehmen zukünftig mit deutlich erhöhtem Marketingeinsatz und neuen Produkten begegnen. Um das WITTE Werkzeuge Produktportfolio für den Werkzeugfachhandel noch interessanter zu machen, runden bald u.a. Zangen „Made in Germany“ das Verkaufsprogramm ab. Anwenderspezifische Werkzeugsätze für entsprechende Zielgruppen können damit individuell zusammengestellt werden. Die Fertigung wurde um eine neue Drei-Komponenten-Spritzgießanlage erweitert, die sowohl eine effizientere, als auch flexiblere Fertigung ermöglicht. Der Wunsch nach Qualität ist wieder stärker ins Bewusstsein der Käufer gerückt. Eine Chance für WITTE Werkzeuge mit seinen Produkten „Made in Germany“.

Auch im kommenden Jahr sehen die Gesellschafter der Unternehmerfamilie Kirchhoff gute Perspektiven für alle Geschäftsfelder. Die KIRCHHOFF Gruppe erwartet in 2016 ein Umsatzwachstum von ca. 5% auf 1,9 Milliarden Euro. Die Diversifizierung des Kunden- und Produktportfolios, ein hohes Maß an Flexibilität sowie der weltweite Ausbau und die Weiterentwicklung der Kerntechnologien werden auch in Zukunft bestehende Arbeitsplätze sichern und neue Arbeitsplätze weltweit schaffen.

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